Naturschutzgebiet Mewia Łacha

Das Naturschutzgebiet Mewia Łacha [Möwen-Sandbank] ist 150 ha groß, 19 ha davon liegen auf der Sobieszewska Insel (Gdańsk Świbno). Es wurde im Jahre 1991 gegründet, zum Schutz der Brutkolonien der Seeschwalben und des Lebensraums der Regenpfeifer und der Gänsevögel. Es ist eins der wertvollsten Naturgebieten an der polnischen Seeküste, von Bedeutung für Polen und Europa. Es gehört zum Gebiet für speziellen Vögelschutz Natur 2000 „Weichselmündung“ (poln. Obszar Specjalnej Ochrony Ptaków Natura 2000 „Ujście Wisły”) und Vögelrefugium in Gdańsk.
Im Naturschutzgebiet wurde das Auftreten von fast 100 Gattungen der Wasser- und Watvögel festgestellt. Es ist der einzige Ort in Polen, wo die Brandseeschwalbe nistet, und neben ihr brüten auch andere wertvolle Gattungen: die Zwergseeschwalbe, die Fluss-Seeschwalbe, der Sandregenpfeifer oder der Austernfischer. Am wertvollsten sind für die Vögel die offenen Gebiete: Strand, Sturzsee, Ufersandbänke, neue Inseln und Halbinseln und entstehende Dünen. Von Anfang Mai an bis Ende September wird das Naturschutzgebiet von der Forschungsgruppe für Wasservögel KULING geschützt. Ihre Mitglieder und ehrenamtliche Mitarbeiter versuchen seinen wertvollsten Teil gegen menschliche Eingriffe zu sichern. Sie übernachten im Naturschutzgebiet und verhindern das Aufscheuchen der Vögel, das Zertreten ihrer Nester und das Zerstören der wichtigen Lebensräume von Pflanzen und Flechten. Ein wichtiger Teil ihrer Aktivität ist Wanderwege für Touristen zu bestimmen und dadurch gegen das Zertreten der Dünen und des Sandrasens im Naturschutzgebiet zu kämpfen. An Sandbänken und Inseln, die bei Robben und Vögeln besonders beliebt sind, dürfen keine Wasserfahrzeuge anlegen. Die KULING-Mitglieder wissen, wie wichtig es ist, dass die Gesellschaft die Bedeutung des Umweltschutzes versteht, und widmen viel Zeit dafür, Touristen und lokale Bevölkerung auszubilden.

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